Chancenerkenner statt Krisentaucher

Ein Buchauszug aus dem Gemeinschaftsbuch:
BUCH

Raus aus der Krise – rein ins neue Leben
(ab Seite 187)

Chancenerkenner statt Krisentaucher - Buch & LeseprobeDie letzten Jahre waren geprägt von Resignation und Selbstaufgabe.

Ungeachtet vieler Warnungen und Signale meines Körpers kam ich in eine Erschöpfungsdepression und Burnout rein. Fehlende Perspektive und Sinnkrise sowie auch zahlreiche Suizidgedanken wichen erst mit der persönlichen Neuausrichtung.
Um die Hoffnung auf ein neues Leben zu stützen, mussten neue Entscheide her. Mit letzten Kräften und Glauben an ein neues Leben, habe ich mich verändert, mich hochgezogen und geniesse heute mein Leben. Ich lebe meine Berufung. Ja, die Krise nutzte ich als Chance für meine Neuausrichtung resp. Transformation. Heute folge ich meinem Herzen, Menschen zu ermutigen und sie auf ihrem Weg in ein glückliches und selbst­bestimmtes neues Leben zu begleiten, erfüllt mich mit Freude.

Nachstehend erfährst du, wie ich meine Neuausrichtung und damit auch meine Transformation schaffte. Du lernst, wie du Schritt für Schritt aus der Krise in dein glückliches und erfülltes Leben schaffst.

1. Genug ist genug

Doch was ging alledem voraus? Die Jahre flogen vorbei und alles blieb beim Alten. Von aussen gesehen hatte ich alles, was Menschen sich wünschen. Innerlich blieb ich unverstanden, unglücklich und leer. Die Leere kam daher, dass meine Bedürfnisse, weder in der bald 30-jährigen Ehe beachtet wurden, noch dass ich mein Herz leben konnte. Für mich war es so, dass ich für die normalsten Dinge in einer Beziehung betteln und meine innigsten Bedürfnisse rechtfertigten musste. Klar gibt es unterschiedliche Bedürfnisse und Meinungen in Beziehungen und die sollten so auch stehen und akzeptiert werden. Dennoch blieben jedoch meine Vorschläge und Initiativen für eine lebendige Beziehung zu lange unbeantwortet.

In der Beziehung ergab sich kaum etwas, was mich lebendig machte und mir neue Hoffnung schenkte. Meine inneren Batterien entleerten sich stetig. Meinen Bedürfnissen wurde in den letzten
zehn Jahren wörtlich so entgegnet: «Ich muss nur «auf das Gute» schauen, dann wird alles schon wieder». Mit dieser Aussage wurde mein inneres Schreien stillgestellt und meine Bedürfnisse ignoriert. So ging es Monat für Monat, ja, Jahr für Jahr. Und mein Betteln und Flehen um Gemeinschaft lief ins Leere. Dennoch: Ich erklärte es ruhig und geduldig immer wieder. Zuletzt jedoch, hatte ich mich schliesslich aufgegeben. Alles, was mir wichtig war und was ich liebte, hatte ich schliesslich verschenkt. Mehr und mehr habe ich einen «dicken Betondeckel» auf mein Herz gelegt und erstickte es. Ich funktionierte nur noch. Ich existierte nur noch im Überlebensmodus. Ich zog mich und mein Herz zurück. Meine Ziele gab ich auf und resignierte. Das wirkte sich zunehmend auch auf meine berufliche Realität aus.

Über 20 Jahre führte ich sehr grosse Teams und herausfordernde Projekte, in meist börsenkotierten Unternehmen. Ich war sehr geschätzt. Ja, ich war erfolgreich bei allem, was ich tat. Mein Stolz war, dass 100% der Projekte, welche ich in Gesamtverantwortung führte, ein Erfolg waren. Als selbständiger Ich-Unternehmer war ich über die 13 Jahre müde geworden und suchte darum eine Festanstellung. Mit dieser Anstellung war es mein Ziel, langfristig mit einem eigenen Team, einen guten Beitrag zum Erfolg des Unternehmens beizutragen und selbst wieder in die Balance zu kommen. Doch es kam anders. Der Start war sehr gut, jedoch mangels klaren Führungsstrukturen und Führungskompetenzen im Unternehmen, wurden mir immer mehr Aufgaben aufgetragen, die nicht zu meinem Ressort (Abteilung) gehörten. Unpassende, wiederholende Detailarbeiten machten mir zu schaffen. Ich konnte mich nicht abgrenzen und damit meine Führungsaufgabe nicht richtig wahrnehmen. Zusätzliche Ressourcen-Anträge wurden ignoriert und so übernahm ich die Aufgaben selbst. Ja, auch hier stand ich nicht für meine Bedürfnisse und Angelegenheiten ein (wie im Privaten). Ich hatte Angst vor Ablehnung. Das war der Grund, weshalb ich mich nicht genügend abgrenzen oder durchsetzen konnte. Letzten Endes konnte ich meinen Einsatz zwischen 130 und 150% über 2 Jahre nicht mehr aufrechterhalten. Dies führte zur Überforderung und letztlich zum Burnout und meiner Entlassung.

Ein Klinik-Aufenthalt in einer der bekanntesten Burnout-Kliniken war kaum nützlich. Nach ersten Dosen Antidepressiva realisierte ich, wie mein Gedächtnis dadurch zerstört wird und ich entschied mich den Medika­menten-Wahnsinn abzusetzen. Nach der Klinik kehrte ich wieder in mein altes Umfeld zurück. Alles blieb beim Alten. Das Betteln und Rechtfertigen ging weiter. Jegliche Perspektiven und Hoffnungen wurden erneut zerschlagen und Suizidgedanken folgten wieder. Ich befand mich am Null-Punkt meines Lebens.

Einzig mein innerer Glaube an einen wohlwollenden, mächtigen Gott und Schöpfer hielten mich am Leben. Damit merkte ich, dass von «Aussen» keine Hilfe nachhaltig möglich war. Die Hilfe und die Veränderungsmassnahmen mussten von Innen kommen. Ich selbst war der Einzige, der etwas verändern und bewirken konnte.

2.    Meine Standortbestimmung

Ich dachte: Das kann es doch nicht gewesen sein! Ich merkte, dass ich nur noch funktionierte. Mein Herz wollte unter dem mir selbst auferlegten dicken Betondeckel dringendst wieder schlagen. Wer war resp. wer bin ich? Was ist mir wichtig? Wofür schlägt mein Herz? Was ist meine Aufgabe in dieser Welt? Was ist meine Bestimmung und Berufung? Woran möchte ich mich orientieren und was ist der richtige Weg? Was liegt in mir und was sollte zum Vorschein kommen? Was soll ich anpacken resp. was soll ich liegen lassen?

So begann ich, Frage für Frage zu beantworten und lernte, den Fokus auf mich zu richten. Bald merkte ich, dass neben meinen Potentialen auch ein «Umdenken» notwendig war.
Zunehmend verstand ich, dass vieles meinem Denken und fehlendem Handeln zugrunde lag. Da ich bei niemandem anecken und es allen recht machen wollte (gemäss meiner Erziehung), vermied ich zu entscheiden oder mich durchzusetzen. Ich war müde geworden Entscheide zu fällen oder den einen oder anderen Entscheid zu rechtfertigen. Im Job war dies fatal.

Ich setzte mich in Verbindung mit verschiedenen nationalen und internationalen Therapeuten, Coaches und Mentoren. In den Coaching-Settings lernte ich sehr viel über meine Gedankenmuster,
mein Handeln und Nichthandeln. Ich hörte viel auf mein Inneres, brauchte viel Zeit zur Verarbeitung und Auflösung von Traumata und alten Verletzungen.

Da gab es aber noch etwas, was ich bisher nicht kannte und wusste.
Ich kam zur Erkenntnis, dass ich eine hochsensible Person bin (HSP). Gemäss Statistiken sind bis zu 20% der Bevölkerung HSP.
Ich lernte zu verstehen, dass viele aber nicht alle HSPs einen 6. Sinn besitzen, sehr empathisch sind und noch viele weitere Talente haben. Ich lernte aber auch, dass rund 80% der Burnout-Patienten oder Personen mit Erschöpfungsdepression zur Gruppe der HSP gehören. Ein schwacher Trost in dieser akuten Situation, aber ein grosser Vorteil im Umgang mit Menschen und Kunden.

Durch die Aufarbeitung meiner Vergangenheit bekam ich Kraft und Mut, mehr aus meinem Leben zu machen. Doch woher nehme ich die Kraft, die mentale Stärke und die Hoffnung? Wofür soll ich meine Kräfte einsetzten, wenn ich keine Perspektive habe und meine Berufung und meine Ziele nicht kenne?
Alles wiederkehrende Fragen in einer solchen Situation, aber auch wichtige Fragen!

3.      Meine Berufung

Es gab so viel, was ich gerne machte. Ich erkannte, dass meine praktischen und geistigen Fähigkeiten es mir ermöglichen, alles anzupacken und gelingen zu lassen.
Einerseits erinnerte ich mich daran, dass ich zwei Häuser fast ganz ausbaute und andererseits, dass ich in KMU’s und Grossunternehmen in Führungsaufgaben erfolgreich tätig war. Zusätzlich kamen Menschen immer öfters zu mir und suchten Rat. Ihre positiven Rückmeldungen zu meinen Empfehlungen stärkten mich. Doch was ist meine Berufung?

Durch zusätzliche Persönlichkeits-Tests und -Analysen erhielt ich ein immer klareres Bild über mich und meine Berufung. Mein Herz begann wieder fest zu schlagen. Es kamen Freude, Liebe und Leidenschaft auf. Ich sah wieder Perspektiven. Es reizte mich, meinem Herzen mit Leidenschaft zu folgen. Ich entschied mich meiner inneren Stimme zu folgen.

Meine Berufung, meine grobe Vision für mein Leben wurden klarer. Doch wie sollte ich nun alles umsetzen und vorankommen?

4.      Schritte der Transformation und Neuausrichtung

Mittlerweile hatte ich bereits solide Erkenntnisse über mich selbst, meine Werte und meine Denkmuster gewonnen. Ich wusste auch, dass ich das alte Umfeld hinter mir lassen möchte. Ich spürte klar, wo meine Kraft-Quellen sind und welche Umstände mir Kräfte rauben. Doch wie weiter?

Bereits eine Woche nach dem Klinikaufenthalt wurde mir klar, dass wenn ich JETZT etwas bewegen will, somit neue Entscheide fällen musste. Ich wollte keine Suizidgedanken mehr haben.

Einstein sagte: «Wahnsinn ist, immer dasselbe zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten». Ja, zugegeben, die anderen Ergebnisse erwartete ich eher von meinem damaligen Umfeld. Ich wusste aber auch, dass ich in meinem Umfeld alle zumutbaren Möglichkeiten ausgeschöpft hatte. Also, musste ich nun in mir neue Gedanken entwickeln und neue Entscheide fällen, um etwas zu bewegen.
Das brauchte sehr viel Mut. Während dieser Phase lernte ich Resilienz aufzubauen, um meine Genesung zu unterstützen.

Aus Erkenntnissen der Psychologie und dem Spirituellem wissen wir, dass wir Menschen einen Geist und eine Seele haben und in einem Körper wohnen.
Wir wissen auch, dass alle 3 Komponenten sehr stark zusammenhängen. Wenn einer der drei leidet, leiden die anderen beiden mit. Bei einem qualifizierten Psychotherapeuten und Ernährungscoach lernte ich, dass es für eine ganzheitliche Genesung nach einer Depression und Burnout wichtig sei, allen drei Komponenten Rechnung zu tragen und diesen für die Regeneration fürsorglich zu begegnen. Nach der Abwärtsspirale begann ich die Aufwärtsspirale in Gang zu setzen.

Ich erkannte, dass eine Transformation resp. Neuausrichtung für all diese Lebensbereiche einzubeziehen, sehr wichtig war, da diese nicht mehr in einer Balance standen. Worauf ich dann bei Körper, Seele und Geist darauf achtete, diese in Harmonie zu bringen, um die Aufwärtsspirale wieder in Gang zu setzen. Mehr dazu erkläre ich in meinen Mentorings. Details dazu würden hier den Rahmen sprengen.

Am Nullpunkt meines Lebens war meine Zufriedenheit in verschiedenen Lebensbereichen entsprechend tief. Es stimmten nur zwei der nachfolgend beschriebenen acht Lebensbereiche
einigermassen. Die übrigen waren nahezu inexistent oder im roten Bereich. Ja, einige saugten sogar Energie von den übrigen Bereichen ab. Heute ist meine Balance weitestgehend ausgeglichen.

Ich bin Freund von strukturiertem Vorgehen und Ordnung. Mit dem «Lebensrad» fand ich für mich die zielführendste Darstellung, um mein Leben in verschiedene «Lebensbereiche» einzuteilen. Das Lebensrad wird auch im Coaching und Therapie oft angewendet aber oft unterschiedlich visualisiert.

In der nachstehenden Grafik ist mein subjektiver Zufriedenheits-Test über die acht Lebensbereiche vor meinem Klinikaufenthalt dargestellt (siehe schwarze Linie in der Grafik). Wie sieht deine persönliche subjektive Zufriedenheit aus? Nutze das Lebensrad und zeichne hier deine Linie direkt ein.

4.1    Meine Transformation der Lebensbereiche

Wie habe ich nun die Transformation meiner Lebensbereiche umgesetzt? Um eine nachhaltige Transformation vorzunehmen, habe ich auf meinen Persönlichkeitsmerkmalen aufgebaut und eine Vision entwickelt.

4.1.1     Lebensbereiche Liebe, Familie und Freunde und Spiritualität

Wir wissen, dass unser Charakter dem Durchschnitt der fünf engsten Menschen in unserem Umfeld entspricht. Wenn wir etwas an uns verändern möchten, sollten wir prüfen, mit wem wir uns umgeben. Je nach Situation müssen wir Menschen ziehen lassen. Dafür wird wieder Platz frei für neue Beziehungen, die uns im Leben weiterbringen.

Ich hatte mich deshalb sehr bald entschieden, mich nur noch mit Menschen zu umgeben, die meine Werte und Visionen teilen, von denen ich lernen kann oder sonst gerne zusammen bin. Ich nahm es in Kauf, während einer «Übergangsfrist» mehr auf mich gestellt zu sein. Aber das Gegenteil trat ein: Es kamen immer mehr Freunde und wertvolle Kontakte und Beziehungen dazu.

Ich wachte auch über meiner Gedankenwelt, nur «positive» Gedanken zu pflegen. Das Kreisen von Krähen (=negative Gedanken) über meinem Kopf kann ich nicht vermeiden. Ich kann aber verhindern, dass sie ein Nest auf meinem Kopf bauen (=negative Gedanken nisten sich ein). Schliesslich werden meine Gedanken zu Gefühlen, die Gefühle zu Worte, die Worte zu Taten und die Taten zu meinem Schicksal. Diese Abhängigkeiten sind sowohl im «Gesetz der Anziehung» (Buch «The Secret» von Rhonda Byrne) als auch in der Bibel enthalten.
Damit ich nun im Leben vorankam, lernte ich, nur noch positive Gedanken an mich heranzulassen oder Negatives anders zu interpretieren oder abzugrenzen. Aufkommende Ängste verschiedenster Art habe ich erfolgreich bewältigt. Ich wusste sehr viel und lernte auch, wie ich alles umzusetzen habe.

Mithilfe von mehr Achtsamkeit, Selbstwertschätzung und Meditation konnte ich mehr und mehr regenerieren und mich in Balance bringen.

4.1.2     Lebensbereiche Gesundheit/Fitness und Freizeit

Seit meiner Genesung nehme ich unverändert meine tägliche, hochwertige, hochdosierte Vitalisierung, in Form von Nahrungsergänzung, zu mir. Bis heute erlaubt mir dies, 95% der Grippen und potentiellen Krankheiten auszulassen und mich gesund und fit zu fühlen. Neben der Vitalisierung achte ich auf einen basischen Körperhaushalt, um so weiteren Krankheiten vorzubeugen.

Ich musste es wieder lernen, in meiner Freizeit mich mit mehr Disziplin in der Natur zu erholen, mehr Sport zu machen oder etwas mit Freunden und Familie (Eltern und Kindern) zu unternehmen.

4.1.3     Lebensbereiche Finanzen und Beruf(ung)

Durch die damalige Versicherungsleistung war mir ein laufendes «Einkommen» während der Krankheit gesichert. Diese Finanzen wendete ich vollständig für Gesundheit, Genesung, persönliche Ausbildung und Neuausrichtung auf.

Während und nach der Genesung nahm ich mir Coaches und Mentoren zur Seite. Einer der Mentoren ist Andreas Klar & Team, der mich auf dem Weg begleitet hat, mein Wissen, meine Erfahrungen und mein Potential auszuschöpfen.
Ich habe ihn aus rund zehn verschiedenen Coaches und Mentoren gewählt. Die Zusammenarbeit verhalf mir persönlich weiter zu kommen und war für die Genesung essentiell.

Meine eigene Transformation, die Mentorings, sowie all das Erarbeitete haben sich gelohnt. Mit dem Einstieg als Experte für Persönlichkeitsentwicklung, Trainer, Speaker und Autor übernahm ich auch eine Führungsfunktion im Kontext von nationalen Leadership-Trainings.

4.2     Was habe ich aus meiner Transformation gelernt?

Ich bin froh und dankbar, mein Leben in die Hand genommen und neu ausgerichtet zu haben. Mit der zunehmenden Genesung kamen Perspektive und Lebenswille zurück. Ich war stetig wieder fähig, Entscheide zu fällen und mehr Fokus zu halten. Kleine Fortschritte spornten mich einerseits an und andererseits erfuhr ich durch sie Entspannung. Auf erledigte Sachen zurückzuschauen tut gut. Meine Dankbarkeit für meine umgesetzten Schritte wurde zunehmend grösser.

Mein ganzes Leben hellte sich wieder auf. Mein Herz begann wieder zu schlagen, Freude kam in mein Leben zurück und meine Batterien wurden wieder gefüllt. Ich wagte mich zunehmend wieder unter Menschen und spürte, dass ich unter ihnen Kraft tankte. Ferner begegneten mir immer mehr hilfesuchende Menschen, wobei ich am Anfang lernen musste, nur die positiv eingestellten Menschen an mich heran zu lassen. Ebenso gab mir dies Kraft und Fokus, meiner erkannten Berufung als Mentor treu zu bleiben und dieser konsequent zu folgen.

Natürlich übte ich auch Selbstkritik! Als Erstes kam folgender Gedanken auf: «Schade, dass ich viele Jahre zu lange gewartet hatte und nicht früher Verantwortung für mein Leben übernahm.» Nun ja, leider wusste ich es vorher einfach nicht besser. Heute weiss ich, dass ich bis an meinen Nullpunkt alles nur Erdenkliche und Mögliche getan hatte, mit der Ehe weiterzufahren. Ich habe damit meine ganzen Kräfte unnötig verbraucht. Zu meiner weiteren Selbstkritik muss ich sagen, dass ich damals eher einen Coach, Mentor oder Eheberater zur Seite hätte nehmen sollen. Weitere Selbstkritik im Jobumfeld ist ähnlich: Ich getraute mich nicht, mich abzugrenzen oder «Nein» zu sagen. Dadurch wurde ich manipulierbar und liess mich selbst «verheizen».

Heute freue ich mich, viele längst überfällige Entscheide endlich getroffen zu haben – ohne «wenn» und «aber». Ich freue mich auch sehr darüber, meine Vision zu leben und Menschen auf ihrem Weg in ihre wahre Berufung zu begleiten.
Ich frage mich, wenn nicht all dies passiert wäre, würde ich wohl immer noch im Hamsterrad drehen oder wäre einem Herzinfarkt zum Opfer gefallen?

5 .    Wie schaffst du deine Transformation ohne Zukunftsangst?

Was ist Transformation? Transformation ist eine Metamor­phose, wie es die Raupe zum Schmetterling durchlebt. Anders formuliert, es ist eine «Umwandlung» in ein «neues Ich». Genau: Es geht hier um deine persönliche Neuausrichtung, deinem Leben neuen Sinn zu geben, dem Herzen zu folgen und nicht mehr wie ein Adler im Hühnergehege gehalten zu werden. Dieser Vergleich wird oft genutzt in diesem Kontext.

Kurz: Transformation ist ein Prozess. Gewisse Coaches und Mentoren wollten mir «Transformation in wenigen Sekunden oder Minuten» verkaufen. Das ist ein Scherz! Meiner Meinung nach sind dies eher einzelne «Erkenntnisse» oder eine «Mikro-Transformation». Es gibt zu viele junge oder unerfahrene Coaches. Alle wollten irgendwelche theoretischen Pakete verkaufen. Doch ohne relevante Erfahrung, ohne Konzept und ohne notwendigen Tiefgang sehe ich dadurch keinen nachhaltigen Erfolg. Für mich war Sicherheit und Vertrauen essentiell.

5.1    Wie kam es zum Life Performance System?

In meiner Not, mein Leben zu verändern, suchte ich Monate lang
Hilfe bei zahlreichen Motivations-Coaches und -Mentoren im Internet und in Büchern. Ich suchte ein zuverlässiges Vorgehen und transparentes System, das mich wirklich weiterbringt und nachhaltigen Erfolg verspricht. Erstmal sollte das Vorgehen mich in meiner damaligen Situation und Orientierungslosigkeit und gewissen Zukunftsängsten «abholen». Danach erwartete ich adäquate Begleitung um neue Perspektiven zu entwickeln sowie auch meine Potentiale zu erschliessen. Ich fand leider keines!

So habe ich mir unterschiedliche Transformationsvorgehen angesehen und begann mein Selbst-Coaching. Dies brauchte enorm viel Zeit. Dabei habe ich das Gelernte in eine Struktur und einen Ablauf gebracht. Über mehrere Monate ging ich «systematisch» vor. Daraus ist ein «modulares System», mit einem klaren, aber flexiblen Ablauf entstanden. Verschiedene systemische Ansätze hatte ich geprüft, dann aber aus unterschiedlichen Gründen verworfen. Aus meinen Erfahrungen und Recherchen resultiert nun das bewährte Life Performance System, welches ich 2019 weiter optimiert habe. Es ist damit das erste ganzheitliche Transformations-System für eine maximale Life Performance:

Das modulare Life Performance SystemBild: Das modulare LifePerformance-System
zur Maximierung der Lebens-Performance. Die drei Potentialbereiche sind
Persönlichkeits-Entwicklung, Umsetzungs-Massnahmen und Performance-Faktor.

Das Vorgehen ist so ausgerichtet, dass es Menschen in ihrer Situation abholt und auf der Reise in eine glückliche Zukunft führt resp. transformiert:

Zusammen mit dem Mentoring findest du den Weg des Herzens in deine Berufung.
Deine Potentiale setzen wir frei und du geniesst es, neue und klare Perspektiven zu haben.
Du schreitest mit einem gestärkten Selbstwert in deine glückliche Zukunft.

Wie können nun Module aus diesem System genutzt werden, um gestärkt aus der Krise zu kommen? Damit du selbst nicht alles erarbeiten musst oder mit unerfahrenen Coaches Zeit und Geld verlierst, zeige ich dir in den kommenden Kapiteln einen groben Plan auf.

5.2    Wie wird deine Neu-Ausrichtung in der Krise gelingen?

Persönliche Krisen sind auf eine Person begrenzt, während das Umfeld sich nicht verändert. Krisen, wie die weltweite COVID-19 Krise, bringen eine neue Dimension an Heraus­forde­rungen mit sich. Weltweit ist vieles im Umbruch und Gewohntes wird möglicherweise nie mehr zurückkommen. Dadurch entstehen viele Unsicherheiten und Zukunftsängste. Angst ist in der Regel ein schlechter Ratgeber. Doch wie soll man auf solche Situationen reagieren?

Wie nie zuvor werden momentan Fakten, Fake-News und Desorientierung verbreitet. Täglich erhalten wir neue Nachrichten und neue oder gar gegensätzliche Aussagen. All dies hilft nicht weiter und lenkt von einer persönlichen Neuausrichtung ab. Der Umgang mit Unsicherheit und Angst ist unterschiedlich. Während krisenerprobte Menschen in Ruhe und mit klarem Kopf reagieren, sind
andere Menschen blockiert oder kommen in eine Abwärtsspirale.

Mir ist es ein Anliegen, einen konstruktiven Umgang mit Unsicherheit und Angst zu bieten. So können auch überstürzte Fehlentscheidungen vermieden werden.

1.    Schritt in der Krisenbewältigung: Fokussiere dich auf deinen Verantwortungsbereich

Als erstes gilt, die aktuelle Situation zu akzeptieren, denn du kannst diese nicht abwenden. Schätze den Einfluss auf deinen Verantwortungs­bereich und die Einflusswahrscheinlichkeit und -Ausmass ab.  Von nun an fokussiere dich nur noch auf diesen Bereich: Dazu gehört deine Gesundheit, deine Familie, deine Funktion/Rolle bei der Arbeit wie allfällige weitere Aufgabenbereiche. Das Überall-Helfer-Syndrom ist hier falsch. Minimale Solidarität oder Nothilfe ist erlaubt. Sollte sich die
Krisenlage verändern, gilt es deren Einfluss neu einzuschätzen.

Grenze dich ab
von allem Negativen und halte Chancen und Motivation hoch. Um sich nicht zu verzetteln und Kraft zu sparen, sind Ablenkungen aus Medien und andere negative Einflüsse zu minimieren. Daher überleg dir, was für eine Krisenbewältigung und neue Ausrichtung förderlich ist. Sei dir auch bewusst, dass du der Durchschnitt deiner fünf nächsten Personen bist, mit denen du am meisten Zeit verbringst. Spanne mit dir positiv gesinnten Personen zusammen.

Durch diese ersten Massnahmen gewinnst du Fokus und Energie für die weiteren Schritte.

2.    Schritt in der Krisenbewältigung: Komm zur Ruhe und denk nach

Lass Sorgen und Ängste aussen vor und halt Fokus auf das was zählt und relevant ist. Komm zur inneren Ruhe. Denk möglichst nur Positives und über neue Chancen und Perspektiven nach. Welche
Träume und Ziele wolltest du schon immer umsetzen? Welche neuen Möglichkeiten eröffnen sich dir?

Krisen sind immer Chancen für etwas Neues. Nutz die Gelegenheit, aus deinem Hamsterrad oder einengenden Gedankenmuster zu kommen. Viele Ideen wurden in Krisen resp. in der kreativen Ruhe geboren.

Denk mal darüber nach, wo du in deinem Leben stehst. Was hat dich bis hierhergebracht resp. bisher gehindert, deine Möglichkeiten und Potentiale auszuschöpfen? Welche beruflichen Ausbildungen willst du angehen um neue Chance zu nutzen und gestärkt aus der Krise zu gehen?

Kleiner Tipp gegen Frust: Schreib dir über mindestens einen Monat täglich 5 andere Dinge auf, wofür du dankbar bist. Dankbarkeit ist wie Öl im Getriebe und erhöht die Zufriedenheit.

Mit den ersten beiden Schritten hast du mehr Fokus und Energie sowie auch Chancen und Perspektiven.

3.    Schritt in der Krisenbewältigung: Triff neue Entscheidungen und verändere dein Handeln

Meist haben dich alte Gewohnheiten in die persönliche Krise geführt. In Krisen wie jetzt bei COVID-19 ist anderes Handeln erforderlich. Einstein definierte mal: «Wahnsinn ist, wer immer das Gleiche tut und andere Ergebnisse erwartet». Nachdem du nun Fokus und Ruhe hast, sind neue Entscheide und Taten gefragt. Darum entscheide mutiger und lass dich darauf ein, auf das Wasser zu gehen. Triff bereits heute einen neuen Entscheid, der dich weiterbringt.
Entscheide dich, deinem Leben eine neue positive oder eine neue Richtung zu geben. Verändere die Welt indem du zuerst dich veränderst und Neues tust.

Krisen: Chancenerkenner statt Krisentaucher - Buch, Buchauszug / Lese-Tipp

Bleib mutig, der Erfolg wird dir recht geben. Sei fokussiert, resilient und suche kreativ neue Wege, bis der Erfolg eintrifft. Kürze die Lernkurve ab, indem du die richtigen Mentoren an deine Seite nimmst.

Fazit: Werde ein Diamant und sei bereit für deine Zukunft!

Unabhängig, wann oder wie die Krise enden wird hat. Aus Krisen kommen oft gestärkte Menschen heraus oder Innovationen werden geboren. Denn: Diamanten werden unter Hitze und Druck geformt und danach geschliffen.

Setz diese 3 Schritte um und dein Erfolg gibt dir recht! Natürlich stehe ich dir gerne in dieser wichtigen Zeit auch zur Verfügung und begleite dich in deinem Prozess.

Sei fokussiert, bleib kreativ und innovativ. Vor allem aber, bleib mit deinen Liebsten gesund.

Ganz herzliche Grüsse

Christian Rupp
Life Performance Mentor

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